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Mittwoch, 5. April 2006
Beim Arbeitszeugnis hört die künstlerische Freiheit des Arbeitgebers auf. Zumindest das LAG Nürnberg (Az: 4 Ta 153/05, Beschluss vom 29.07.2005) hat es einem Arbeitgeber untersagt, ein Zeugnis mit krakeliger "Kinderschrift" oder mit einer überdimensionierten Schrift bestehend aus Auf- und Abwärtsbewegungen zu unterzeichnen, wenn sich diese Unterschrift von der sonst üblichen Unterschrift des Arbeitgebers unterscheidet. Auch die Begründung des Arbeitgebers, er habe die Freiheit, jederzeit seine Signatur zu ändern, liess das Gericht nicht gelten.

Zum Bericht auf sueddeutsche.de.

Ach ja, aus aktuellem Anlass noch ein kleiner Hinweis: Das Zeugnis darf auch nicht gefaltet in einem kleinen Umschlag übersandt werden. Nur für den Fall, dass auf solche "Kleinigkeiten" wieder nicht geachtet werden sollte...
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