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Dienstag, 18. Juli 2006
Wer auf einer Internetseite urheberrechtswidrig ein geschütztes Bild verwendet, ist nicht nur zur Löschung des Bildes selbst verpflichtet, sondern er hat darüber hinaus auch dafür zu sorgen, dass keine der gängigen Suchmaschinen das Bild mehr im Index hat. Dies hat das Landgericht Hamburg in einem aktuell in die Urteilsdatenbank aufgenommenen Urteil vom 22.02.2006, Az: 308 O 743/05 entschieden. Eine solche Verpflichtung gelte jedenfalls spätestens dann, wenn der Webseiten-Betreiber nach Löschung positive Kenntnis davon erhält, dass das Bild weiterhin in einer Suchmaschine gelistet ist. Ab diesem Zeitpunkt sei er verpflichtet, alle sonstigen gängigen Suchmaschinen zu überprüfen und dort ggf. auf eine Löschung des Bildes hinzuwirken.

[via: Suchmaschinen und Recht]
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