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Sonntag, 7. September 2003
Seit dem 11. September 2001 werden immer bessere Systeme entwickelt, mit deren Hilfe Unmengen an Informationen und Daten über Leben und Gewohnheiten einzelner Bürger gesammelt und gespeichert werden können, so z.B. das "Terrorism Information Awareness Programm" (kurz TIA). Nun hat eine Gruppe amerikanischer Bürger den "Spieß umgedreht":
Ein Internet-Angebot soll die Machtbalance wiederherstellen. In Anspielung an TIA heißt es Government Information Awareness (GIA) und wurde vom Informatik-Studenten Ryan McKinley am Media Lab des Massachusetts Institute of Technology bei Boston entwickelt (opengov.media.mit.edu).

Die Software sammelt ständig Informationen über Politiker und Regierungsbeamte. Dazu scannt das Programm zwei Fernsehkanäle, in denen Reden übertragen werden. Sie speichert das Bild des Politikers und die Abschrift seiner Reden, so dass jeder Bürger sie auf einer Webseite abrufen kann. Weiterhin findet sich dort sogar, wo der Volksvertreter zur Schule gegangen ist, wohin er seine Kinder schickt und wohin er gewöhnlich verreist.
[via: Spiegel-Online]
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