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Freitag, 25. Juni 2004
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat am gestrigen Donnerstag entschieden, dass die Veröffentlichung von Bildern aus dem Privatleben von Caroline von Monaco gegen Artikel acht der Europäischen Menschenrechtskonvention verstößt. Dieser Artikel schützt das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens.

Der Europäische Gerichtshof widersprach damit dem Urteil des BVerfG von 1999, wonach Prominente als Personen der Zeitgeschichte die Veröffentlichung von Bildern mit gewissen Einschränkungen auch ohne ihre Einwilligung hinnehmen müssten. Die Straßburger Richter entschieden nun, dass die Öffentlichkeit kein legitimes Interesse daran habe, zu erfahren, wo sich Caroline von Monaco gerade aufhalte und wie sie ihr Privatleben gestalte.

Die Frage der Entschädigung soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

[via: NetZeitung, weitere Informationen auch über Welt-Online und faz.net]

Zur offiziellen Pressemitteilung des Gerichtshofs.
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