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Mittwoch, 3. November 2004
Ebenso wie der BGH schon für Hostprovider hat das LG München I mit Urteil vom 07.10.2004 (AZ: 7 O 18165/03) nunmehr im Falle des Inhabers eines Linkkatalogs entschieden, dass er nach Kenntnis der Verlinkung fremder rechtswidriger Inhalte (hier: illegal veröffentlichte Nacktfotos eines ehemaligen Covergirls des Playboy) in seinen Angeboten zur Löschung beziehungsweise Sperrung verpflichtet ist, nicht jedoch zur Überprüfung aller externen Offerten in Form einer softwaregestützten Vorabkontrolle. Auch eine Pflicht zur Zahlung von Schadensersatz für fremde verbotene Angebote hat das Landgericht ebenso wieder BGH verneint. Allerdings bestehe nach Kenntnisnahme die Pflicht zur Verhinderung der selben Rechtsverletzungen.

[via: Heise-Online]
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